SV Stuttgarter Kickers – FC Memmingen (1:0) – kurz vor dem Aufstieg!

Via Kickers-Forum

Fußball vom Feinsten

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Absteiger

Endlich die Erlösung. Die Saison in der 3. Liga ist vorbei. Edelblauer Joe Bauer schreibt in seiner Kolumne die passenden Abschiedsworte. Ich hoffe und bang dass wir auch in der nächsten Saison unsere Stuttgarter Kickers erleben dürfen. Hoffentlich wenigstens in der 4. Liga.

Das Ende

Die Stuttgarter Kickers sind am Ende. Lasst uns Feiern. Lasst uns Feiern dass wir von unserem Leiden erlöst worden sind. Weg sind sie bald alle, weit weg. Keinen Ärger mehr. keine Frustration. Kein Fanatismus. Kein Jubel. Keine Trauer. Frei wie ein Vogel. Weit weit weg.

Freude. Jubel. Fanatismus. All der Jubel den Klassenerhalt geschafft zu haben. Der Stolz im Duett der Großen und Reichen mitgespielt zu haben. All der Stolz mitverfolgen zu dürfen, wie 14jährige Jungs sich zu Fußballprofis entwickeln. Der Stolz, den Jubel der Kinder mit dem Kickes-K auf der Brust erleben zu dürfen. Der Stolz auf einen, seinen, meinen Verein. Nicht mehr. Das Kickers-K auf Halbmast. Meine Freude. Meine Freunde. Weit weit weg. Vorbei.

Kloppt sie, die Jungs von den Golanhöhen

Am 14. Oktober fand die Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart statt. Am morgigen Freitag spielt der VfB Stuttgart II bei den Stuttgarter Kickers.

Präsident Erwin Staudt ließ sich zu folgendem Aufruf hinreißen:

„Für alle, die es noch nicht wissen: unsere zweite Mannschaft spielt am Freitag im Gazi-Stadion gegen die Jungs von den Golanhöhen.“

Was möchte Herr Staudt damit bezwecken? An die nationalsozialistische Tradition seines VfB Stuttgarts anknüpfen?

Da ist mir lieber ich werde morgen wieder mal von einem betrunkenen VfBler als Kickersjude angeschrieen, mein Kickers-Schal geklaut und hole mir die üblichen Schläge ab als solche verkappten Reden vom Präsidenten des VfB Stuttgarts zu hören. Ich könnte kotzen.

Wahre Größe zeigt der Gewinner. Zwei Klassen Unterschied reichen wohl immer noch nicht aus um die Minderwertigkeitskomplexe der Roten zu heilen.

FUCK YOU!

Abstiegsendspiel(e) in der Regionalliga

Vor sieben Wochen waren die Stuttgarter Kickers am Boden. 0:1 daheim gegen die Bayern II verloren, Tabellenplatz 16, das zwölfte Spiel in Folge ohne Sieg. Zudem ließ die Leistung auf dem Platz jede Hoffnung ersticken. Noch dazu drohte die Stadt Stuttgart die Kickers aus ihrem Stadion zu treiben. Schlichtweg: Die Blauen standen mit eineinhalb Füßen vor dem Sturz in den Abgrund.

Doch im Fußball ist alles möglich. Die Stuttgarter Kickers haben sich zurückgekämpft. Nach dem ersten Heimsieg starteten die Blauen eine Serie und sind seit nunmehr sieben Spiele ohne Niederlage, holten insgesamt 17 Punkte, nur zwei weniger als in den gesamten Saisonspielen zuvor. Und nach dem sensationellen 5:1 gegen den Tabellenzweiten VfR Aalen stehen die Kickers sogar über dem öminosen Strich, auf Platz Neun. Ominös weil nur die Teams bis Platz zehn auch nächste Saison drittklassig spielen dürfen. Die Stadt Stuttgart hat sich mittlerweile entschieden, die Heimat der Blauendrittligatauglich zu renovieren. Die Heimstätte ist gesichert.

Noch sechs Spiele sind zu absolvieren. Kein Raum um Auszuatemen, zwischen Platz sieben und Platz 15 sind es nur fünf Punkte Differenz, insgesamt kämpfen neun Teams umnoch vier offenstehende Quali-Plätze, lediglich Sandhausen und Unterhaching dürften ihre Quali schon sicher haben, Frankfurt, Aalen, VfB II und Ingolstadt wollen in Liga Zwei.

Am Samstag geht es nun zum Tabellenzwölften SSV 05 Reutlingen. Das ewige Duell, diesmal mit mehr als Brisanz außer der sportlichen. Der ehemalige Präsident der Kickers – Hans Kullen – ist nun beim SSV 05 Reutlingen im Präsidium, und will sein Rangrücktritts-Darlehen sofor zurück. Das wäre das Aus für die Blauen, und Reutlingen könnte nachrücken. Sportlich liegen zwischen den beiden Teams zwei Punkte, vier Tore und drei Tabellenplätze. Die Reutlinger müssen gewinnen um vorbeizuziehen, die Kickers könnte ein Punkt reichen. Das Restprogramm der Kreuzeichler spricht allerdings für sie, ein Sieg stände also auch den Blauen gut zu Gesicht.

Die Fans sind spätestens nach dem 5:1 gegen Aalen aufgewacht. Der Glaube an ihren Verein ist wieder da, die Blauen sind wieder stolz auf ihre Mannschaft. Und alle wollen in die 3. Liga. Drei Fanbusse werden es diesmal mindestens, mit einer blauen Invasion in Reutlingen ist zu rechnen. Allerdings zählen nur die Punkte. Und Zeit durchzuatmen, wird es auch nach dem Spiel nicht geben. Danach wartet das nächste Abstiegsendspiel, der TSV 1860 München II (momentan zwei Puntke hinter den Blauen) muss auf Abstand gehalten werden.

Eine verdammt wichtige Saison der Blauen geht in die Endphase. Dass es nicht die Endphase der Stuttgarter Kickers wird, das liegt in den Händen der Spieler und Fans. Gemeinsam werden wir es packen.

Die Sportstadt Stuttgart lebt – ohne die Stuttgarter Kickers (?)

Stuttgart. 600.000 Einwohner, Landeshauptstadt und politsches Zentrum des Landes Baden-Württemberg. Stuttgart, selbsternannte Sportstadt. Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaften 1974 und 2006, Leichtathletik-Europameisterschaft 1986 und Europameisterscfhaft 1993, Turn-Weltmeisterschaft 2007, Straßenrad-Weltmeisterschaft, Handball-Weltmeisterschaft. Zahlreiche Erstligisten – vom Deutsche Fußball-Meister VfB Stuttgart bis zum Wasserball-Team SV Cannstatt – sind hier beiheimatet.

Die Stadt Stuttgart hat also ein Herz für ihren Sport. Meint man eigentlich zu glauben. Doch das scheint nicht mehr ganz der Wahrheit zu entsprechen. Der Deutsche-Fußballmeister VfB Stuttgart ist nicht fähig ein eigenes Stadion zu finanzieren, also macht der Stuttgarter Großkonzern Daimler-Benz seine Schattulle auf und sponsert den Stadionausbau. Jahrzehntelang schuften sich die Mitarbeiter am Fließband einen ab, müssen Kürzungen um Kürzungen über sicht entgehen lassen und nun Verständnis für solche Sponsoringmaßnahmen akzeptieren. Dass dafür die Leichtathletik in diesem Stuttgarter Großstadion auf der Strecke bleibt, ach, was soll’s. Damit kann sich die Stadt Stuttgart ja den Ruf als Sportstadt nicht verlieren.

Es gibt in Stuttgart auch noch andere Vereine. Die sogar älter und einmal erfolgreicher als der glorreiche Aushängeschild der Stadt Stuttgart waren. Dieser Verein trug stolz die Stadt Stuttgart in die Welt. Hatte ein für die damalige Verhältnisse ein modernes und großes Fußballstadion. Doch die Stadt Stuttgart wollte nur ein Großstadion bauen, ließ darin den kleinen Verein VfB Stuttgart spielen. Musste dem älteren Verein sogar sein Herz, sein eigenes Vereinsgelände, größtenteils zerreißen um den Stuttgarter Fernsehturm erstehen zu lassen um die Größe und Modernität Stuttgarts zu zelebrieren.

Heute ist den Stuttgarter Nachrichten zu entnehmen, dass das Sportamt Stuttgart die Stuttgarter Kickers auffordert, sich nach einer Alternativ-Spielstätte umzuschauen. “Die Stadt will unsere sportliche Entwicklung abwarten und versucht die Modernisierungsmaßnahmen um ein Jahr aufzuschieben”, sagt Eichelbaum. “Dann könnten wir nicht einmal in der vierten Liga im Gazistadion auf der Waldau spielen.” Eine Ausnahmeregelung soll es nicht geben. Eichelbaum: “Einen Aufschub wird der DFB in Deutschlands reichster Großstadt nicht tolerieren.”

Ja, die Stuttgarter Kickers sind finanziell am Boden. Jahrelange Mißwirtschaft kostet ihren Tribut. Doch die Stuttgarter Kickers gehören zur Stadt Stuttgart. Fast dreitausend Mitglieder sind dem Verein trotz allem treu. Tausende Jugendliche spielen dort Fußball und lernen für ihr Leben. Lernen sich durchzuboxen, wie z. B. auch Jürgen Klinsmann das gelernt hat.  Dreitausend Zuschauern kommen Woche für Woche in ein Fußballstadion ohne jeglichen Komfort, zu einem qualitätsmäßigem eher dürftigen Fußballspiel gegen unattraktive Gegner. Nur aus einem Grund: Weil ihr Herz an diesem Fußballverein hängt. Der Sportstadt Stuttgart sind die Stuttgarter Kickers offensichtlich keine Herzensangelegenheit. Eine Sportstadt fixiert sich auf den Profi-Fußball in der Bundesliga. Breitensport scheint ihr nicht mehr ins Portfolio zu passen. Dass München, Frankfurt, Hamburg oder Berlin mit mehreren Vereine im Profifußball vertreten sind, scheint für die Stadt Stuttgart keine Argument zu sein. Die Sportstadt Stuttgart lebt. Noch.

Believe in Blue

Als Arbeitskreis-Zusammenarbeit zwischen Vereinsoffiziellen und engagierten Fans entstand das Projekt „Believe in Blue! Die Zukunft ist blau – Wir glauben daran“. Nach dem Vorbild der US amerikanischen milliondollarhomepage ist das Prinzip der „Believe in Blue“-Kampagne schnell erklärt. Die Seite besteht aus einer Million Pixel, welche in 10.000 Quadrate (10×10 Pixel) unterteilt ist. Dieses Quadrate, oder auch Kickers-Bausteine genannt können zum Stückpreis von 18,99 € erworben werden um die Stuttgarter Kickers finanziell zu unterstützen. Der attraktive Grundpreis lässt es für Unternehmen wie Einzelpersonen gleichermaßen zu, sich zu beteiligen, denn der Käufer selbst kann die Anzahl der Bausteine bestimmen. Was auf dem Baustein erscheinen soll, und wohin dieser verlinkt wird, kann der Käufer selbst entscheiden. Unter allen Käufern verlosen die Kickers attraktive Preise. Unter anderem wird jeder Käufer von Bausteinen bis zum 31.12.2007 an der Verlosung eines Flatscreen-TV-Gerätes teilnehmen.

www.believe-in-blue.de

Was ist schon so ein Schicksalsspiel

Ich suchte es mir ja selber aus. Insofern darf ich mich nicht beschweren.

Die Gründe warum. Tja, die weiß ich eigentlich gar nicht mehr. Ich bin dabei gewesen und bin größenteils noch dabei. Mittlerweile meist nur noch aus Trotz. Vielleicht auch aus Gewohnheit. Oder doch noch weil ich mich wehren will. Wehren dass meine Stuttgarter Kickers bald verschwinden. Verschwinden aus dem Profifußball. Möglicherweise auch komplett verschwinden und nicht mehr existieren.

Es ist die entscheidende Saison. Die ersten zehn der Regionalliga Süd qualifizieren sich für die neue eingleisige 3. Bundesliga. Der Rest bleibt in der dann viertklassigen Regionalliga Süd, aufgefüllt mit den ersten vier der jeweiligen Oberligen. Und ausgerechnet vor dieser Saison verabschiedeten wir unseren jetzt Ex-Präsidenten. Er machte seinen Geldbeutel auf und nahm sich damit das Recht heraus, mit seinen Mitmenschen umzuspringen wie es ihm beliebte. Das war nicht immer einfach. Irgendwann war es dann zu viel. Wir trennten uns von ihm. Nun will er möglicherweise – und ich kann das in gewisser Weise sogar verstehen – sein Geld zurück. Die Kickers können aber nicht zurückzahlen. Und bangen um die Insolvenz.

Ein Retter ist nicht in Sicht. Erst recht nicht bei der sportlichen Misere. Das Aushängeschild Nachwuchsarbeit am Boden. Die U23-Mannschaft Tabellenletzter, zwölf Niederlagen in Serie. Die U19-Mannschaft Tabellenletzter. Die Regionalliga-Mannschaft mit Fußball zum Abgewöhnen. Und  gerade noch so auf Platz Zehn. Allerdings mit deutlicher Tendenz nach unten. Wird die dritte Liga nicht erreicht, weiß niemand wie es weitergehen soll. Das wäre das Ende des Profifußballs bei den traditionsreichen Kickers.

Das älteste bespielte Fußballstadion Deutschlands. Der erste überregional erfolgreiche Fußballverein Stuttgarts. Als der Fußball laufen lernte waren die Kickers ein Aushängeschild des süddeutschen Fußball. Gern gesehener Gast bei den noch heuten ruhmreichen Fußballstädten wie Barcelona, Budapest und Wien. Das alles ist lange her und der Ruhm in der Drittklassigkeit schon längst verblasst. Aber bald wird der verblasste Ruhm nicht einmal einen Ort der Erinnerung mehr haben.

Die Perspektive ist gnadenlos schlecht. Die Profivereine investieren, die Kickers ruinieren. Konnten die Blauen schon allein wegen ihrer Infrastruktur mit der zweiten Liga mithalen, haben andere Vereine ihnen mittlerweile schon in der 3. Liga den Rang abgelaufen. Wehen-Wiesbaden, Augsburg, Hoffenheim, Aalen, Reutlingen. Früher kein Thema für Augenhöhe bei den Blauen, heute können wir nicht mehr konkurrieren. Die Kommerzialisierung braucht keine Tradition. Sie braucht Geld und Erfolg.

Und trotzdem werde ich hingehen. Wenn es sein muss bis zum Schluß. Wir werden kämpfen. Die Kickers werden weiterleben.

Der Degerlocher Furzskandal…

Ja, ich bin einer der seltenen Sorte Blauer. Ja ich bin ein Kickers-Fan. Ja, ich war dabei als beim Pokalspiel gegen Hertha ein Linienrichter von einem Becher getroffen wurde und das Spiel abgebrochen wurde. Aber nein, ich war nicht dabei beim Degerlocher Furzskandal. Zum Glück.

Was ist passiert? Der in die Kritik geratende Stürmerstar Christian Okpala wurde am vergangen Mittwoch suspendiert. Begründung: Er habe sich zur einer Handgreiflichkeit gegenüber eines Mannschaftskameraden hinreißen lassen und wurde daraufhin beurlaubt.

Die angebliche Wahrheit um den Vorfall wurde in den nächsten Tagen von der BILD aufgedeckt. Und wenn ich kein Dunkelblauer wäre, könnte ich mich totlachen. Mittlerweile geht es mir am Arsch vorbei.

Ohne weitere Kommentare die Berichte der BILD-Zeitung im folgenden:

Diese Sache stinkt gewaltig !

Jetzt packt Okpala aus !

BILD: Was ist bei dem Zwischenfall genau passiert ?

Okpala: Sascha Benda hat mich provoziert, indem er ständig furzte. Das hat er schon in Augsburg gemacht, wo wir bis letzte Saison zusammen spielten. Deswegen musste er dort schon 250 Euro Strafe bezahlten.

BILD: Lässt sich so ein Streit nicht mit Worten klären ?

Okpala: Ich habe ihn aufgefordert, damit aufzuhören. Doch er hat weiter gefurzt. Da schlug ich ihm mit der Faust ins Gesicht.

BILD: Hatten Sie schon in Augsburg Probleme mit Benda ?

Okpala: Im Gegenteil. Ich habe mich sogar für seine Verpflichtung bei den Kickers stark gemacht, indem ich Präsident Kullen bat, Benda unbedingt zurück zu holen. Und: In dieser Saison habe ich ihm von den fünf Paar Fussballschuhen, die ich laut Vertrag von Adidas pro Saison kriege, bereits drei Paar geschenkt. Benda kickt in meinen Schuhen.

BILD: Und wie erklären Sie sich sein Verhalten ?

Okpala: Ich vermute, dass er zu der Provokation angestiftet wurde. Er hat mich auch schon mehrmals verflucht und seine Stutzen in meinen Kaffeebecher gesteckt.

BILD: Warum hätte ihn jemanden anstiften sollen ?

Okpala: Ich habe das Gefühl, die Kickers wollen mich los werden, weil ich zu viel verdiene. Auffällig ist, dass bei dem Zwischenfall in der Kabine Assistenttrainer Stefan Minkwitz anwesend war, aber überhaupt nicht eingegriffen hat. Später hat er den Vorfall dem Trainer gemeldet.

BILD: Spürten Sie auch Missgunst unter den Mitspielern ?

Okpala: Ja, ganz deutlich. Einige Mitspieler sind neidisch. Wobei ich klarstellen will, dass ich nicht 10000 Euro pro Monat verdiene, wie zu lesen war, sondern weniger. Besonders groß war der Neid, als ich mit einem Audi Q7 zum Training kam. Ich fuhr den Wagen nur zur Probe. Da haben mich einige Mitspieler schief angeschaut und verwundert gefragt, ob ich den kaufen will. Ich sagte: Ja, wenn wir aufsteigen.

BILD: Glauben Sie, dass der Klub Ihnen noch eine Chance einräumt ?

Okpala: Das liegt nicht an mir. Wenn die Kickers mich wollen, komme ich zurück.

BILD: Der Trainer sagte, es gibt kein zurück mehr.

Okpala: Der ist vielleicht auch neidisch wegen meines Gehalts. Zuletzt hatte ich Probleme mit ihm und dem Manager.

BILD: Sie sollen einen zusätzlich freien Tag verlangt haben…

Okpala: Ich habe Dutt gebeten, mir Sonntags frei zu geben, da ich ein gläubiger Mensch bin und oft in die Kirche gehe.

BILD: Wo haben Sie den 4:1-Sieg über Aalen erlebt ?

Okpala: Ich wollte zum Spiel kommen. Doch Trainer Dutt hat mir Stadionverbot erteilt. Gleich nach der Partie habe ich Präsident Kullen eine SMS geschickt und zum Sieg gratuliert. Ich habe das Gefühl, dass er der einzige von den Kickers ist, der noch zu mir steht.

BILD vom 28.11.2006

Benda: Ja, ich habe gefurzt

BILD: Haben Sie Okpala mit Furzen provoziert ?

Benda: Provoziert habe ich ihn auf keinen Fall. Mir ist in der Kabine einfach ein Furz rausgerutscht – so wie das unter Männern schon mal vorkommt. Andere Mitspieler haben das lustig gefunden und darüber gelacht. Aber dass Okpala dann so ausrastet, ist durch nichts zu erklären.

BILD: Stimmt es, dass er Sie vorher gewarnt hat ?

Benda: Ja, vor etwa einem Monat ist mir in der Kabine mal ein Furz rausgerutscht – und Okpala hat gesagt, ich soll das in Zukunft lassen…

BILD:Warum haben Sie es sich dann nicht unterdrückt ?

Benda: Es ist einfach geschehen. Und es passiert auch nicht ständig, wie Okpala dies behauptet hat.

BILD: Ernähren Sie sich vielleicht falsch – oder sind sie krankhaft veranlagt ?

Benda: Weder noch. Was ich getan habe, ist einfach nur menschlich.

BILD: Warum hat Assistenttrainer Minkwitz nicht eingegriffen ?

Benda: Der kam erst dazu, nachdem Okpala mir den Kopfstoß versetzt hatte.

BILD: Okpala behauptet, Sie mit der Faust geschlagen zu haben.

Benda: Das stimmt nicht. Es war ein Kopfstoß.

BILD: Okpala wirft Ihnen auch vor, Ihre Stutzen in seinen Kaffeebecher gesteckt zu haben.

Benda: So ein Schwachsinn. Ich weiß nicht, warum er so etwas behauptet.

BILD: Hat Sie im Verein jemand angestiftet, Okpala zu provozieren ?

Benda: Nein, diese ganze Verschwörungstheorie ist völlig absurd.

BILD: Ist das Thema furzen im Strafenkatalog der Kickers geregelt ?

Benda: Nein, Furzen kostet bei uns nichts.

BILD: Stimmt es, dass Sie beim FC Augsburg schon 250 Euro Strafe wegen Furzens bezahlen mussten ?

Benda: Ich musste diese Summe zahlen, aber nicht wegen Furzens, sondern weil ich Trainer Rainer Hörgl vom Spielfeld aus eine Beleidigung zugerufen habe.

BILD: Spielen Sie in Schuhen, die Ihnen Okpala geliehen hat ?

Benda: Nein. Ich habe zwar Schuhe von ihm bekommen, die trage ich aber nur beim Training. Sie sind nämlich von Adidas unser Ausrüster ist Uhlsport.

BILD: Wird es eine Versöhnung zwischen Ihnen und Okpala geben ?

Benda: Nur wenn er sich bei mir entschuldigt. Ich werde nicht auf ihn zugehen, denn ich bin mir keiner Schuld bewusst.

Okpala Jetzt zu Rangnick ?

Auch wenn er sich in dem Furz-Skandal als Opfer sieht: Für Christian Okpala wir die Luft bei den Kickers immer dünner…

„Ãœber die Vorwürfe von Okpala kann ich nur lachen, auf dieses Niveau lasse ich micht nicht hinab“, sagt Kickers-Manager Joachim Cast. „Fussball ist eine Männersache – da kann so was schon mal passieren. Wo kommen wir denn hin, wenn wir uns darüber aufregen würden?“

Laut Cast ist Okpalas Rückkehr zu den Blauen völlig augeschlossen: „Wir wollen das Arbeitsverhältnis sauber beenden.“

Gleicher Meinung ist Robin Dutt. „Wir haben gegen Aalen 4:1 gewonnen unser Teamgeist ist toll – und das Thema Okpala endgültig abgehakt“, sagt der Kickers-Trainer.
Sorgen um seine berufliche Zukunft muss sich der Top-Stürmer Okpala aber trotzdem nicht machen. „Es gibt genügend Anfragen“, verrät Manager Cast. Von wem, wollte er nicht sagen.

Doch BILD erfuhr: Ausgerechnet die TSG Hoffenheim, der größte Konkurent der Kickers, will Okpala holen! Trainer Ralf Rangnick höchstpersönlich hat wegen Okpala bei den Blauen angerufen. Und: Auch Siegen und Saarbrücken bekundeten ihr Interesse.

Okpalas Marktwert wird auf etwa 375.000 Euro geschätzt. Sein Vertrag (ohne Ausstiegsklausel) läuft bis Juni 2008. Bei einem Verkauf könnten die Kickers bis zu 200.000 Euro Ablöse kassieren.

beide BILD vom vom 29.11.2006

62 Prozent wollen eine Chance für Okpala

Präsident Kullen schaltet sich ein

„Wir leiden unter der Affäre“

BILD: Haben Sie mit Christian Okpala schon gesprochen ?

Kullen: Ja, es gab ein Treffen mit ihm. Was besprochen wurde, werde ich aber nicht sagen. Wir haben Stillschweigen vereinbart.

BILD: Sind Sie, wie Okpala hoffte, wirklich der einzige bei den Kickers, der noch zu ihm steht ?

Kullen: Dies ist nur seine Meinung.

BILD: Und wie denken Sie über ihn ?

Kullen: Man muss einmal den Spieler Okpala und einmal den Menschen Okpala sehen. Da habe ich eine klare Meinung…

BILD: Wie groß ist der Image-Schaden, den der Verein durch die Auseinandersetzung zwischen den Spielern Okpala und Benda erleidet ?

Kullen: Das kann ich noch nicht einschätzen. Aber natürlich leiden wir darunter.

BILD: Kriegt Okpala noch eine Chance bei den Kickers ?

Kullen: Kein Kommentar.

BILD erfuhr: Kullen hat Okpala bei einem Geheimtreffen mitgeteilt, dass der Verein den Nigerianer mit einer Geldbuße von einem Monatsgehalt bestrafen wird – und sich in der Winterpause von ihm trennen möchte. Okpala hat daraufhin einen Anwalt eingeschaltet.

BILD vom 30.11.2006

Ob das ganze in einer Komödie oder Tragödie endet, werden wir sehen. Leider. In der Blogosphäre wird das ganze leider mittlerweile auch schon international breitgetreten.