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Vor sieben Wochen waren die Stuttgarter Kickers am Boden. 0:1 daheim gegen die Bayern II verloren, Tabellenplatz 16, das zwölfte Spiel in Folge ohne Sieg. Zudem ließ die Leistung auf dem Platz jede Hoffnung ersticken. Noch dazu drohte die Stadt Stuttgart die Kickers aus ihrem Stadion zu treiben. Schlichtweg: Die Blauen standen mit eineinhalb Füßen vor dem Sturz in den Abgrund.

Doch im Fußball ist alles möglich. Die Stuttgarter Kickers haben sich zurückgekämpft. Nach dem ersten Heimsieg starteten die Blauen eine Serie und sind seit nunmehr sieben Spiele ohne Niederlage, holten insgesamt 17 Punkte, nur zwei weniger als in den gesamten Saisonspielen zuvor. Und nach dem sensationellen 5:1 gegen den Tabellenzweiten VfR Aalen stehen die Kickers sogar über dem öminosen Strich, auf Platz Neun. Ominös weil nur die Teams bis Platz zehn auch nächste Saison drittklassig spielen dürfen. Die Stadt Stuttgart hat sich mittlerweile entschieden, die Heimat der Blauendrittligatauglich zu renovieren. Die Heimstätte ist gesichert.

Noch sechs Spiele sind zu absolvieren. Kein Raum um Auszuatemen, zwischen Platz sieben und Platz 15 sind es nur fünf Punkte Differenz, insgesamt kämpfen neun Teams umnoch vier offenstehende Quali-Plätze, lediglich Sandhausen und Unterhaching dürften ihre Quali schon sicher haben, Frankfurt, Aalen, VfB II und Ingolstadt wollen in Liga Zwei.

Am Samstag geht es nun zum Tabellenzwölften SSV 05 Reutlingen. Das ewige Duell, diesmal mit mehr als Brisanz außer der sportlichen. Der ehemalige Präsident der Kickers – Hans Kullen – ist nun beim SSV 05 Reutlingen im Präsidium, und will sein Rangrücktritts-Darlehen sofor zurück. Das wäre das Aus für die Blauen, und Reutlingen könnte nachrücken. Sportlich liegen zwischen den beiden Teams zwei Punkte, vier Tore und drei Tabellenplätze. Die Reutlinger müssen gewinnen um vorbeizuziehen, die Kickers könnte ein Punkt reichen. Das Restprogramm der Kreuzeichler spricht allerdings für sie, ein Sieg stände also auch den Blauen gut zu Gesicht.

Die Fans sind spätestens nach dem 5:1 gegen Aalen aufgewacht. Der Glaube an ihren Verein ist wieder da, die Blauen sind wieder stolz auf ihre Mannschaft. Und alle wollen in die 3. Liga. Drei Fanbusse werden es diesmal mindestens, mit einer blauen Invasion in Reutlingen ist zu rechnen. Allerdings zählen nur die Punkte. Und Zeit durchzuatmen, wird es auch nach dem Spiel nicht geben. Danach wartet das nächste Abstiegsendspiel, der TSV 1860 München II (momentan zwei Puntke hinter den Blauen) muss auf Abstand gehalten werden.

Eine verdammt wichtige Saison der Blauen geht in die Endphase. Dass es nicht die Endphase der Stuttgarter Kickers wird, das liegt in den Händen der Spieler und Fans. Gemeinsam werden wir es packen.

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